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Thema:  SAPOS®-EPS - Dienst

Wo ist EPS zu empfangen?

Der EPS Dienst ist überall dort zu empfangen, wo GNSS und mobiles Internet über GPRS oder UMTS verfügbar ist. Somit nicht nur in Baden-Württemberg, sondern im ganzen Bundesgebiet. Da die Positionsgenauigkeit mit der Entfernung zur Referenzstation abnimmt (in Baden-Württemberg, Stuttgart), empfiehlt es sich, je nach Bundesland, immer die nächstgelegene Referenzstation zu verwenden.

Was benötige ich zur Nutzung von EPS?

Sie benötigen einen GNSS-Empfänger, der RTCM-Korrekturdaten verarbeiten kann. Für den Empfang der EPS-Korrekturdaten über mobiles Internet ist ein internes oder externes Modem (Handy) vonnöten.

Was kostet die Nutzung von EPS?
Bis auf Weiteres wird kein SAPOS®-Nutzungsentgelt erhoben. Es fallen somit nur die Mobilfunkkosten an.
Wie komme ich an die EPS-Korrekturen?

Die EPS Korrekturdaten sind über das Internet abrufbar. Ihr Empfänger benötigt diese Korrekturen im Sekundentakt, sodaß er während der ganzen Messung mit dem Internet verbunden sein muß. Den Link sowie die  Zugangsdaten zu dem Korrekturdatenstrom erhalten sie von uns per E-Mail. Schreiben Sie uns einfach an sapos@lgl.bwl.de und wir schicken Ihnen kostenfrei die Zugangsdaten.

Thema:  SAPOS®-HEPS - Dienst

Wie melde ich mich für den HEPS-Dienst an ?

Die Anmeldung erfolgt auf der Homepage des Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden- Württemberg. Dort klicken Sie in der Navigation auf "Produkte und Dienstleistungen / Geodaten / Satellitenpositionierungsdienst" und klicken dort im Text auf den Link zur Registrierung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Ist der HEPS-Dienst für das Kataster zugelassen ?

Ja, und egal ob mit VRS, FKP oder MAC. Auch die Verwendung der GLONASS Satelliten ist zulässig. Die Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte den entsprechenden Vorschriften.

Was bekomme ich als Ergebnis einer HEPS-Messung?

Sie erhalten Koordinaten im einzigen amtlichen Bezugssystem ETRS89 mit ca. 1-2 cm Lagegenauigkeit und ellipsoidische Höhen mit ca. 2-6 cm Genauigkeit oder, bei der Verwendung der SAPOS-Transformationsmessage, Koordinaten in den Landessystemen DHDN (GK) und DHHN92 mit einer Lagegenauigkeit von deutlich unter 10cm und einer Höhengenauigkeit von unter 5 cm. Die Genauigkeit hängt von der Anzahl der Satelliten (mindestens 5, besser > 6 ), der Satellitenkonstellation und den atmosphärischen Bedingungen ab. 

Was ist für Messergebnisse im Landessystem zu beachten?

Über mobiles Internet, in Verbindung mit Ntrip, versenden wir eine Transformationsmessage in die Landessystemen DHDN (GK) und DHHN92. Voraussetzung ist, dass die Messausrüstung dazu in der Lage ist die Message richtig zu verarbeiten, und die entsprechenden Einstellungen am GNSS-Rover vorgenommen wurden. Aufgrund der vielen unterschiedlichen GNSS Empfänger, externer Feldrechner und Softwarepakete ist es möglich, dass nicht alle Kombinationen zum Erfolg führen. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem Fachhändler. Die Transformationsmessage ist kostenfrei und nicht für den Einsatz im Kataster zugelassen. Wenn Sie die Transformationsmessage nicht nutzen, erhalten Sie ETRS89 Koordinaten und ellipsoidische Höhen, die mittels Passpunkte in die Landesssysteme transformiert werden können. mehr dazu...

Was ist besser, HEPS über GSM (CSD) Sprachkanal oder über mobiles Internet und Ntrip?

Dahinter verbergen sich lediglich zwei unterschiedliche Verfahren zur Datenübertragung. Es werden in beiden Fällen dieselben HEPS-Korrekturen übermittelt, nur einmal eben per Mobilfunknummer und den Sprachkanal und das andere mal per mobiler Internetverbindung. Von dem her gibt es keine Genauigkeitsunterschiede. Auch in der Fixingzeit haben sich keine signifikanten Unterschiede gezeigt. Unterschiedlich ist lediglich die Netzabdeckung und die Art der Abrechnung. Erfolgt die Einwahl über eine GSM Telefonnummer wird nach Zeit, bei Ntrip nach Datenmenge abgerechnet. Je nach Tarif ist mal die eine mal die andere Variante günstiger. Es gilt aber zu beachten, dass sowohl das Master-Auxiliary-Concept (MAC), als auch die Übermittlung von Transformationsparametern in Echtzeit, nur über Ntrip angeboten wird. Nicht jeder Empfänger/Software ist Ntrip/RTCM 3.1 -fähig! Fragen Sie dazu vorher Ihren Gerätehersteller.

Was ist besser, HEPS mit VRS, FKP oder MAC?

Bei diesen drei unterschiedlichen Vernetzungsrepräsentationen zur Bestimmung der Korrekturdaten gibt es kaum nennenswerte Unterschiede in der Performance. Genauigkeiten und Fixingzeiten sind fast gleich und zeigen nur unter speziellen Bedingungen leicht unterschiedliche Ergebnisse. Ist der Rover z.B. in ständiger Bewegung (Schiff, Auto) hat sich das FKP-Verfahren als vorteilhaft erwiesen. Bei starker ionosphärischer Aktivität soll das MAC die besten Ergebnisse liefern, kann aber längere Initialisierungszeiten aufweisen. Wir haben die vergangen Jahre beobachtet, dass die meisten unserer HEPS-Kunden die Korrekturdaten einer virtuellen Referenzstation (VRS) bevorzugen. Die HEPS-Kosten sind bei allen mit 10 Cent/Minute identisch. Bitte beachten Sie: FKP wird nicht über Ntrip angeboten. Für MAC muß der Empfänger Ntrip/RTCM 3.1 -tauglich sein.

Was kostet der HEPS-Dienst?

Der HEPS-Dienst kostet netto 10 Cent / Minute. Das Mindestentgelt beträgt 10€ / Monat, aber nur für die Monate in denen gemessen wurde. Für Katastervermessungen ist der HEPS-Dienst kostenfrei. Nicht vergessen darf man, dass die Korrekturdaten über Mobilfunk übertragen werden, was zusätzliche, laufende Kosten bedeutet. Bei der Datenübertragung mittels einer GSM-Nummer wird nach Zeit abgerechnet. Bei der Nutzung des mobilen Internet wird nach Datenmenge abgerechnet. 

Welches Mobilfunknetz muss / kann ich verwenden?
Bei der Auswahl des Netzbetreibers sind Sie völlig frei. Zu beachten sind lediglich die unterschiedlichen Netzverfügbarkeiten in Ihrem Messgebiet.
Gibt es mögliche Vergünstigungen durch Sondertarife?

Ja. Es gibt momentan zwei Netzbetreiber die spezielle SAPOS® -Tarife anbieten. Nähere Informationen dazu können Sie sich auf dieser Seite herunterladen. Die Verwendung von Mehrfach-SIM-Karten (z.B. MultiSIM, UltraCard, Multicard) ist bei HEPS-Messungen nicht zulässig. Auch die Mobilfunkbetreiber unterstützen die parallele Nutzung von Datendiensten über gleiche APN s (Access Point Name) nicht und sind nicht zulässig. (Siehe z.B. T-Mobile Nutzungsbedingungen Multi-SIM). Bei Fragen helfen aber auch wir gerne weiter.

Können sich zwei Firmen eine GNSS-Ausrüstung für SAPOS®-HEPS teilen?

Das ist möglich, aber mit folgenden Hinweisen und Ausnahmen:
Z.B. zwei Ingenieurbüros steht es frei, gemeinsam eine Ausrüstung zu betreiben, allerdings können wir für eine SIM-Karte immer nur eine zugehörige Firma buchen. Die Verwendung von Mehrfach-SIM-Karten (z.B. MultiSIM, UltraCard, Multicard) ist bei HEPS-Messungen nicht zulässig. Auch die Mobilfunkbetreiber unterstützen die parallele Nutzung von Datendiensten über gleiche APN s (Access Point Name) nicht und sind nicht zulässig. (Siehe z.B. T-Mobile Nutzungsbedingungen Multi-SIM). D.h. beide Büros müssen eine gemeinsame SIM Karte nutzen und erhalten sowohl von uns, als auch vom Netzbetreiber nur eine Sammelrechnung an das eine, registrierte Büro.
Eine Alternative wäre, dass beide Büros verschiedene SIM-Karten verwenden, wodurch beide Firmen getrennt geführt und abgerechnet werden könnten. Der große Nachteil ist aber, dass oft die SIM-Karte am Empfänger getauscht werden müsste, was nicht immer leicht möglich ist und bei einigen Herstellern zum Erlöschen der Garantie führt! Informieren Sie sich dazu vorher bei Ihrem Gerätehersteller.
Nicht möglich ist die gemeinsame Nutzung für hoheitliche Zwecke, also z.B. für ÖbVI, LRA.... Da für die Kostenbefreiung hoheitliche Messungen mit VN-Nummern zu kennzeichnen sind, sind Sie Projekt- und Dienststellenbezogen und müssen zudem für die KAB nachvollziehbar sein. Aus diesem Grund können auf einer Rechnung nicht Messungen von zwei verschiedenen Dienststellen oder ÖbVI auftauchen.

Wo kann ich SAPOS®-HEPS empfangen bzw. was ist, wenn ich keinen Empfang habe?

Der SAPOS® -Dienst deckt ganz Deutschland mit ca. 270 vernetzten Referenzstationen ab. Da nicht nur alle Bundesländer sondern auch Nachbarländer wie Österreich, Schweiz, Frankreich etc. in die Vernetzungen einbezogen sind gibt es an Ländergrenzen keine Spannungen. Das Gebiet von Baden-Württemberg wird von 16, gut verteilten Stationen abgedeckt. Die Erreichbarkeit der SAPOS®-Korrekturdaten ist jedoch vom Netzbetreiber abhängig. So kann es sein, dass sie je nach Netzdichte z.B. kein GSM/UMTS-Empfang im Schwarzwald haben. Somit erhalten sie dort auch keine SAPOS®- Korrekturdaten. Die Messung kann aber fortgesetzt werden, indem man auf den zu messenden Punkten die GNSS-Rohdaten aufzeichnet und die Messungen später im Büro über SAPOS®-GPPS auswertet.

Was ist mit Messungen an Ländergrenzen und eventueller Extrapolation?

Jedes Bundesland betreibt seine eigenen Referenzstationen. Somit gibt es für jedes Bundesland eine gesonderte Einwahlnummer für SAPOS®-HEPS. Durch die länderübergreifende Vernetzung der Referenzstationen existiert jedoch an den Ländergrenzen ein Streifen von gut 40 km Überlappung, sodass von beiden Ländern aus gemessen werden kann. Da nicht nur alle Bundesländer sondern auch Nachbarländer wie Österreich, Schweiz, Frankreich etc. in die Vernetzungen einbezogen sind gibt es an Ländergrenzen keine Spannungen.

Was gibt es für Möglichkeiten, wenn ich in verschiedenen Bundesländern messen möchte?

Jedes Bundesland betreibt seine eigenen Referenzstationen. Somit gibt es für jedes Land gesonderte Einwahlnummern, Registrierungen und Rechnungen. Wer jedoch in verschiedenen Bundesländern messen möchte, kann sich bei der Zentralen Stelle SAPOS® registrieren. Die gibt die Registrierung an alle Bundesländer weiter, sodass Sie für ganz Deutschland freigeschaltet werden. Des weiteren erhalten Sie nicht von jedem Land eine Rechnung, sondern nur eine von der Zentralen Stelle SAPOS®. Durch den erhöhten Verwaltungsaufwand wird hier aber ein monatliches Mindestentgelt von 10€ erhoben.

Welche Voraussetzungen sind notwendig, um SAPOS®-HEPS nutzen zu können?
Man braucht eine RTK-fähige L1 / L2 Messausrüstung mit einem internen oder externen (Handy) Modem. Eine SIM-Karte eines beliebigen Netzbetreibers und die Online-Registrierung bei SAPOS®.
Wie kann ich die russischen GLONASS-Satelliten bei SAPOS®-HEPS nutzen?

Wichtigste Voraussetzung ist die passende Hard- und Software. Sowohl der Empfänger als auch die installierte Firmware müssen GNSS-tauglich sein. Klären Sie das notfalls bei Ihrem Gerätehersteller ab. Oft können Empfänger z.B. für GLONASS aufgerüstet werden. In Baden-Württemberg werden GPS/GLONASS- Korrekturen nur über das VRS-Verfahren und nur mit RTCM 3.1 versendet.

Welche Datenformate werden in Baden-Württemberg ausgesendet?
Mobilfunknummer, GSM: RTCM 2.3 für VRS und FKP und RTCM 3.1 für VRS
Mobiles Internet, Ntrip: RTCM 3.1 für VRS und MAC
Wie viele Satelliten sind für die RTK Messung notwendig? 

Wird nur mit GPS gemessen, werden zur Initialisierung bei Phasenmessungen (HEPS) mindestens 5 Satelliten benötigt. Die Güte und Geschwindigkeit der Initialisierung, und damit auch die Messgenauigkeit, hängt stark von der Anzahl und der Konstellation der Satelliten und atmosphärischen Einflüssen ab! Ist eine Initialisierung erreicht, kann auch mit nur 4 Satelliten weitergemessen werden. Wird mit GPS und GLONASS gemessen, hängt die notwendige Satellitenmindestanzahl vom Empfängertyp ab. Je nach Hersteller sind unterschiedliche Kombinationen möglich. 

Wie lange müssen die Standzeiten pro Punkt sein? 
Als Standzeiten sind 10-15 Sekunden ausreichend. Längere Standzeiten bringen keine besseren Ergebnisse. Für eine Genauigkeitssteigerung/-kontrolle den Punkt mit einer neuen Initialisierung ein zweites Mal messen.
Wie lange dauert die Initialisierung vor Messbeginn? 

Die Initialisierung (Fixing) und deren Güte hat einen sehr großen Einfluß auf die Genauigkeit der folgenden Messungen. Eine gute und schnelle Initialisierung erreicht man mit möglichst vielen, gut verteilten Satelliten. Der Empfänger sollte die Initialisierung nach spätestens 90 Sekunden haben. Ist dies nicht der Fall, den Einwahlversuch abbrechen und noch einmal neu versuchen. Bei einer Initialisierung, die erst nach 3 Minuten zustande kommt, muss unter Umständen mit schlechten Messergebnissen gerechnet werden!

Welche Vorteile bietet die Vernetzung?

- Höhere Genauigkeit auch bei größerem Abstand zur Referenzstation

- Schnellere + zuverlässigere Initialisierung

- Höhere Zuverlässigkeit des Systems

- Kontrolle der Datenqualität der Referenzstationen

- Optimale Berücksichtigung ionossphärischer Fehler

Thema:  SAPOS®-GPPS - Dienst (RINEX-Daten)

Wie melde ich mich für den GPPS-Dienst an ?

Die Anmeldung erfolgt auf der Homepage des Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung  Baden- Württemberg www.lgl-bw.de. Dort klicken Sie in der Navigation auf "Produkte und Dienstleistungen / Geodaten / Satellitenpositionierungsdienst" und dort im Text auf den Link zur Registrierung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier oder direkt bei einem SAPOS® - Mitarbeiter.

Wie bestelle ich die RINEX-Daten?

Wenn Sie registrierter Kunde sind, können Sie sich die gewünschten Daten hier im internen Bereich, über den Punkt "RINEX-Shop", herunterladen.   

Gibt es RINEX-Daten auch mit GLONASS?
Ab Februar 2009 können nur noch kombinierte GPS/GLONASS - Daten heruntergeladen werden.
Wie lange zurückliegend kann ich RINEX-Daten abrufen?

RINEX-Daten im 1 Sekunden Takt können bis zu 120 Tage rückwirkend abgerufen werden. Sowohl Daten einer physikalischen Station als auch Daten für eine beliebige virtuelle Referenzstation (VRS). Nach 120 Tagen werden die Daten auf 15 Sekunden ausgedünnt. Diese sind ab 2002 verfügbar.

Gibt es RINEX-Daten auch vernetzt ?

Ja, es ist sogar ratsam sich eine virtuelle Referenzstation (VRS) berechnen lassen, da es bessere Ergebnisse verspricht als der Weg über eine "echte" Referenzstation. Bei der Bestellung benötigt man anstatt einer Referenzstation, eine genäherte WGS84- oder ETRS89 (B,L,h)- Position in der Mitte des Messgebiets, an der die VRS berechnet werden soll. Die übrigen Angaben s.o.

Was kosten die RINEX-Daten?

Die Nutzung des GPPS-Dienstes kostet 20 Cent / Minute. Mindestentgelt: 10€ (entspricht 50 Minuten). Für Katastervermessungen ist der GPPS-Dienst kostenfrei. Möchten Sie die Daten auf einer CD, anstatt als Download, teilen Sie uns das bitte per E-Mail mit. Dafür berechnen wir zusätzlich 10€. Alle Angaben zzgl. 19% Ust..

Welche Geräte benötige ich zur Nutzung von SAPOS®-GPPS?
Sie brauchen einen GNSS-Empfänger mit Speicher für die GNSS-Rohdaten und eine GNSS-Antenne. Dazu einen PC und eine GNSS-Auswertesoftware.

Thema: Allgemeines

Welche Lagegenauigkeiten sind bei Echtzeitvermessungen bzw. im Postprocessing zu erreichen?

Echtzeit:            EPS: 0,5-3m ;  HEPS vernetzt: 2cm   (Vertrauensbereich: 1-Sigma = 68,3%)

Postprocessing:   GPPS: 1cm - mm
Die Angaben beziehen sich auf das Bezugssystem ETRS89 und sind überdies abhängig von der Anzahl der Satelliten, deren Konstellation, der Standzeit (GPPS) und atmosphärischen Einflüssen.

Ist die Messung ganztägig uneingeschränkt möglich?

Nein, Grund sind die unterschiedlichen Konstellationen der Satelliten. Die Position der Satelliten ändert sich z.B. bei GPS im Vergleich zum Vortag immer um 4 Minuten. Deshalb kann es ratsam sein sich vor der Messung die Satellitenverfügbarkeiten zu den gewünschten Messzeiten anzusehen. Besser wird es, wenn man zusätzlich die russischen GLONASS-Satelliten verwendet. Damit stehen deutlich mehr Satelliten zur Verfügung. Zusätzlich können die schwankende Ionos- und Troposphäre, Lücken im Mobilfunknetz oder Abschattungen Probleme bereiten. Kleiner Tip: Wenn schon Abschattung, dann im Norden, da von dort so gut wie keine Satelliten empfangen werden. Keinen oder vernachlässigbaren Einfluss haben Regen, Nebel oder Dunkelheit. Fehlerquellen

Wie schütze ich mich vor Ausreißern ?

Sicherste Methode:

Zwei (oder mehr) unabhängige Messungen zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Satellitenkonstellationen und neuer Initialisierung.

Minimal Methode:

Den ersten Punkt mit zwei verschiedenen Initialisierung einmessen. Liegen die beiden Messungen im geforderten Genauigkeitsbereich, kann mit der zweiten Initialisierung weitergemessen werden. Geht die Initialisierung verloren, wieder mit zwei unabhängigen Initialisierungen beginnen.

Dringend empfohlen:

Kontrollmessungen auf bekannten Punkten.

Vorbeugung:

Verwendung von möglichst vielen Satelliten. Vernetzt messen. Abschattungen, Mehrwegeffekte und atmosphärische Störungen vermeiden. Im Empfänger Limits bei DOP-Wert, Elevation und Signal - Rausch - Verhältnis einstellen.

 

Das Problem der Ausreißer ist ein allgemeines GNSS-Echtzeit- Problem und kein spezifisches SAPOS®-Problem !