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Abschattung:

Behinderung des Satellitenempfangs durch Hindernisse über oder neben einer GNSS Antenne. Folge: Keine oder nur ungenaue Messungen möglich. Z.B. im Wald oder Häuserschluchten. Abschattungen Richtung Norden sind nicht so schwerwiegend, da dort kaum Satelliten sind.

AdV:

Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Sorgt für länderübergreifende Einheitlichkeit bei SAPOS®

Almanach: Enthält die exakte Position und Zeit aller GNSS Satelliten.
Ambiguity:

Phasenmehrdeutigkeit. Bei der Trägerphasenmessung (SAPOS®-HEPS) muss das Mehrdeutigkeitsproblem, d.h. die unbekannte Anzahl ganzer Wellenzyklen in der Entfernung Satellit Beobachter, gelöst werden. Die Lösung der Ambiguities ist einmalig, vor Beginn einer RTK-Messung durchzuführen. Konnten die Mehrdeutigkeiten festgesetzt (fixed) werden, erreicht man RTK-Genauigkeiten von 1-2cm. mehr..

Antennen / ANTEX:

Bei hochgenauen GNSS-Messungen gilt es auch die Eigenschaften der verwendeten Antennen zu berücksichtigen, denn jede Antenne ist minimal anders. Aus diesem Grund werden Antennen kalibriert. Für den RTK-(Echtzeit) Einsatz ist eine relative Kalibrierung ausreichend. Dies geschieht durch den Hersteller der für jeden Antennentyp Standardwerte angibt. Für höchste Genauigkeiten sollte jede Antenne absolut kalibriert werden. Die daraus resultierenden Antennendateien werden üblicherweise im standardisierten ANTEX-Format (= ANTennen EXchange-Format) erzeugt und verarbeitet. Alle Antennen der SAPOS®- Referenzstationen sind absolut kalibriert. Um bei RTK-Messungen mit den relativ kalibrierten Roverantennen zu harmonieren, muss am Empfänger "adv-Nullantenna" eingestellt werden. Bei GPPS-Messungen (postprocessing) werden reine Rohdaten, ohne Antennenkorrekturen, verschickt. Aus diesem Grund sollten dann die Kalibrierdaten der verwendeten Referenzstationsantenne in die Auswertung integriert werden. Diese können im internen Bereich unter "Downloads" heruntergeladen werden. mehr..

ARP:

Antennenreferenzpunkt. Der ARP ist auf der Unterseite der Antenne und Bezugspunkt von Lage und Höhe.

Azimut: Ein im Uhrzeigersinn, mit Bezug auf eine Ausgangsrichtung (z.B. Norden), gemessener Horizontalwinkel.

Baseline:

Die Länge des dreidimensionalen Vektors zwischen zwei Stationen, auf denen gleichzeitig GNSS-Daten gesammelt und mit differentiellen Verfahren verarbeitet worden sind.

Bessel Ellipsoid: Das Referenzellipsoid des Deutschen Hauptdreiecksnetz DHDN und damit der GK-Koordinaten
Broadcast Ephemeriden:  

Die Bodenstationen des Kontrollsegments bestimmen die Satellitenbahndaten (Broadcast Ephemeriden) die dann von den Satelliten abgestrahlt werden. Sie benennen die Position der Satelliten als Funktion der Zeit. Die Ephemeriden der GPS-Satelliten werden als Kepler-Elemente mit zeitlich variablen Parametern dargestellt. Möglichst genaue Bahndaten, sind für die eigene Positionsbestimmung von großer Bedeutung. Auch beim Postprocessing müssen von jedem Messtag die Ephemeriden bekannt sein. Für hochgenaue Postprocessing Anwendungen können noch exaktere, so genannte Präzise Ephemeriden vom IGS abgerufen werden.

C/A Code: Standard GPS-Code für die zivile Anwendung. mehr..
Controller Bedieneinheit moderner GNSS-Empfänger. Die Steuerfunktionen lassen sich bequem über Menüs auswählen.
Cycle slips:

Störungsbedingter Phasensprung und Verlust einer ganzen Anzahl von Wellenlängen. Kann bei zeitweiliger Abschattung des Satellitenempfängers durch ein Sichthindernis zwischen Satellit und Satellitenempfänger vorkommen. Die Folge sind Fehlmessungen.

Datum: Orientierung und Verschiebung des ellipsoidischen Systems gegenüber dem wahren Erdkörper. mehr..
Datumstransformation: Die Umrechnung von Koordinaten eines geodätischen Datums in ein anderes geodätisches Datum. z. B. von GRS80 (ETRS 89) in Bessel (DHDN). mehr..
Day of Year: Fortlaufende Zählung der Tage eines Jahres von 1 bis 365, beginnend mit 1.Januar. Wichtig bei der Namensgebung von RINEX-Dateien.
DFHBF:

Digitale finit Element Höhenbezugsfläche. Datenbank, in der Höhenkorrekturen zur Transformation von ellipsoidischen in DHHN-Höhen hinterlegt sind. Somit ist eine passpunktfreie Transformation in Echtzeit möglich. mehr...

DGNSS:

Differentielles Satellitenmessverfahren. Wird nur mit GPS gemessen spricht man von DGPS. Werden auch andere Satelliten verwendet, muß man korrekterweise von DGNSS sprechen. Durch zeitgleiche Messungen an Rover und einer Referenzstation können durch die Bildung von Differenzen Korrekturen erzeugt werden, die z.B. Satellitenuhrfehler eliminieren und ionosphärische Fehler minimieren. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich unter dem Kürzel DGPS die Übermittlung von differentiellen Code-Korrekturen durchgesetzt, was zu Genauigkeiten von wenigen Metern bis hin zu dm führen kann. Werden zusätzlich auch noch Phaseninformationen übertragen, spricht man von RTK-Messungen, die bis zu 1-2cm genau sind. mehr..

DGPS: siehe DGNSS.
Doppeldifferenzen:

DGNSS–Verfahren. Das Ergebnis einer doppelten Differenzbildung zwischen Empfängern und Satelliten wird erhalten, indem die einfache Differenz für einen Satelliten von der entsprechenden einfachen Differenz eines ausgewählten Referenzsatelliten abgezogen wird.

Elevation: Höhe über dem wahren Horizont in Grad. z.B. die Höhe eines Satelliten. Es wird empfohlen nur Satelliten zu verwenden, die höher als 15° stehen.
Ellipsoidische Höhe: Die Länge des Lotes von einem Punkt auf ein Referenzellipsoid. Höhenangaben, die mit Hilfe von Satelliten gewonnen werden, sind ellipsoidische Höhen, im Gegensatz zu den DHHN- Höhen der terrestrischen Geodäsie. mehr
Ephemeriden: siehe unter "Broadcast Ephemeriden".
Epoche: Ein als Referenz auf einer Zeitskala festgesetzter, spezieller Punkt. mehr..
ETRF/ETRS 89:

European Terrestrial Reference Frame/System. Ein für Europa definiertes, dreidimensionales geodätisches Referenznetz. ETRF Koordinaten stimmen bis auf Dezimeter mit WGS84 Koordinaten überein. ETRF ist das zukünftige, einheitliche, Referenznetz der europäischen Staaten und wird in Deutschland das DHDN/GK als Bezugssystem ablösen. Das für das Kataster notwendige, amtliche ETRS89 Bezugssystem wird durch die SAPOS®-Referenz- stationen realisiert.  mehr..

Flächenkorrektur- parameter (FKP )

Korrekturdaten für Phasenmessungen. Die SAPOS®-Zentrale übermittelt dem Nutzer die Rohdaten der nächstgelegenen Referenzstation plus einem Korrekturmodell per GSM oder NTRIP. Die Berechnung der Korrekturdaten erfolgt dann im Rover des Nutzers. Die FKP werden in Baden-Württemberg nur für die GPS-Satelliten ausgestrahlt.  mehr..

GALILEO:

Neues, im Aufbau befindliches, europäisches Satellitensystem als Ergänzung zu GPS und GLONASS. Nachdem erste Testsatelliten im Orbit sind, kann mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2015 gerechnet werden. mehr..

Gauß Krüger Koordinaten (GK):

Die ebenen, rechtwinkligen Koordinaten der Deutschen Landesvermessung. Sie entstehen durch eine konforme (winkeltreue) Abbildung der ellipsoidischen Koordinaten des Bessel Ellipsoides in eine Rechenebene.

GDOP:

„Geometric Dilution of Precision“ Gibt Auskunft über die Satellitenkonstellation, und ist ein Maß für die erreichbare Genauigkeit berechneter Positionen. Der GDOP Wert umschreibt die Güte der dreidimensionalen Koordinate plus Uhrenoffset. Die beste geometrische Situation ist gegeben, wenn der GDOP-Wert zum Minimum wird. mehr..

Geoid:

Die physikalisch definierte Figur der Erde. Das Geoid ist diejenige Niveaufläche des Schwerefeldes der Erde, die die mittlere Meeresoberfläche enthält. Wegen der ungleichmäßigen Dichteverteilung der Erde ist das Geoid eine unregelmäßige Fläche und zur Durchführung von geodätischen Berechnungen ungeeignet. Man wählt daher als Ersatzfläche ein Referenzellipsoid (Bessel, GRS80,....)

Geoidundulation: Die Höhe eines Geoidpunktes relativ zu einem Referenzellipsoid. mehr..
GGP:

Geodätische Grundnetzpunkte. Realisieren zusammen mit den SAPOS®-Referenzstationen das ETRS89 in der Örtlichkeit. Sie bilden die Verknüpfung von ETRS89 mit dem Höhen- und Schwerenetz. Alle geodätischen Grundnetzpunkte sind gleichrangig. Besondere Vermarkung in Abständen von max. 30 km. Die 184 GGP sind durch exzentrische Versicherungen mit mindestens zwei Vermessungszeichen versichert und in Lage (3D in ETRS89), Höhe (Präzisionsnivellement) und Schwere (relative oder absolute) bestimmt.

GIBS: Institut für angewandte Geodäsie in Frankfurt. Berechnet präzise Bahndaten der Satelliten.
GLONASS: Satelliten Navigationssystem. Das russische Pendant zum amerikanischen GPS. mehr..
GNSS: Global Navigation Satellite System. System zur Positionsbestimmung und Navigation mittels Satellitensignalen. Beispiele für Satellitensysteme sind GPS, GLONASS, GALILEO....
GPRS:

Der General Packet Radio Service ist ein paketorientierter Übertragungsdienst, der auf dem GSM-Mobilfunknetz aufbaut. Moderne Mobiltelefone nutzen GPRS um einen schmalbandigen Internetanschluß herzustellen. Im GNSS-Empfänger verbaut fungieren sie als Modem mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 54 kbps. Mit der neuen EDGE Technik sind bis zu 220 kbps möglich. Beim SAPOS®-Dienst HEPS mit der Option Ntrip, wird über GSM (GPRS) oder UMTS eine mobile Internetverbindung für die Kommunikation zwischen Rover und SAPOS®-Zentrale hergestellt, und so Korrekturdaten in Echtzeit übermittelt. Im Unterschied zum Sprachkanal des GSM (CSD) wird der Funkraum nur dann benutzt, wenn wirklich Daten übertragen werden. Deshalb erfolgt die Abrechnung nicht nach Zeit sondern nach Datenmenge.

GSM:

Global System for Mobile Communications bezeichnet den Standard für volldigitale Mobilfunknetze die überwiegend zum telefonieren mit Handys genutzt werden. Über GSM wird die Kommunikation zwischen Rover und SAPOS®-Zentrale hergestellt und Korrekturdaten in Echtzeit übermittelt. Bei der Übertragung der SAPOS®-HEPS Korrekturen kann der Nutzer zwischen dem Sprachkanal GSM (CSD) oder dem Datenkanal GSM (GPRS) wählen. Bei CSD erfolgt die Übertragung über eine Mobilfunknummer, bei GPRS über das mobile Internet.

IGS: International Geodynamic Service. Bildet ein globales Referenzstationsnetz und stellt Stationsdaten, Satellitenorbits, Satellitenbahndaten (für GPPS) usw... zur Verfügung.
Initialisierung:

Lösung der Phasenmehrdeutigkeit. Bei der Trägerphasenmessung (SAPOS®-HEPS) muss das Mehrdeutigkeitsproblem, d.h. die unbekannte Anzahl ganzer Wellenzyklen in der Entfernung Satellit – Beobachter gelöst werden. Die Initialisierung erfolgt einmal vor Messbeginn und benötigt, wenn z.B. nur mit GPS gemessen wird, mindestens 5 Satelliten. Bei GPS/GLONASS Empfängern ist die Mindestanzahl an Satelliten herstellerabhängig. mehr..

Ionosphäre:

Die Erde ist von verschiedenen atmosphärischen Schichten umgeben. Für das Messen mit GPS sind dabei vor allem die Ionosphäre (70-1000km) und die darunter liegende Troposphäre (0-15km) von Bedeutung, denn in diesen Schichten tritt eine Änderung des Laufzeitverhaltens der elektromagnetischen Signale der Satelliten auf. Die Ionosphäre ist für einen relativen Maßstabsfehler von bis zu 50 ppm verantwortlich. mehr..

MAC:

Master-Auxiliary-Concept. Neben VRS und FKP ist das MAC eine, dritte Variante zur Erzeugung und Berechnung von RTK-Korrekturdaten (SAPOS®-HEPS). Größter Unterschied ist, dass hier der Rover, und nicht die Zentrale den größten Teil der Berechnungen durchführt. MAC wird in Baden-Württemberg bisher nur über Ntrip und RTCM 3.1 und nur mit GPS angeboten. mehr...

Marker:

Bezugspunkt für die Koordinaten der Referenzstation. In Baden Württemberg ist eine metallene Trägerplatte mit einer festen Schraube versehen, auf die die GPS-Antenne geschraubt wird. Der Marker ist hier der Durchstoßpunkt von Schraubenachse mit Oberfläche der Trägerplatte. 

Multipath:

Fehler durch Mehrwegeausbreitungen. Dieser Effekt entsteht, wenn das Satellitensignal von einer Oberfläche in der Nähe des Satellitenempfängers reflektiert, und dann erst empfangen wird. Bsp. Hauswände, Autos, Blätter, Wasserflächen... mehr..

NAVSTAR GPS: Navigation System with Time and Ranging, die eigentliche, vollständige Bezeichnung des amerikanischen GPS. NAVSTAR wird der Einfachheit halber weggelassen.
NMEA:

Datenformate nach der Spezifikation der „National Marine Electronics Association“. Über die Datenschnittstelle senden die GNSS Geräte Informationen über eine serielle Schnittstelle, die von anderen Geräten weiterverarbeitet werden können. In diesem Format erfolgt die Übermittlung der Näherungskoordinaten des Rovers an die Referenzstation. mehr..

Normal Null (NN) :

Das vertikale geodätische Datum der Deutschen Landesvermessung. Die NN-Fläche ist eine erste Näherung an das Geoid. Ausgangshöhe ist der langjährig gemittelte Wasserstand eines Nordseepegels bei Amsterdam.

Normalorthometrische Höhen:

Bezeichnung der noch weit verbreiteten NN-Höhen in Deutschland, offiziell DHHN12 (Status 130), genannt. Bezugsfläche ist eine theoretische, mathematische Fläche.

Normalhöhen:

Seit 08.09.2008 eingeführtes neues Höhensystem (DHHN92, Status 160) in Deutschland. Eindeutige Bestimmung der Bezugsfläche (Quasigeoid) über Schweremessungen. Vorteil: Es ist deutschlandweit einheitlich und ohne Spannungen an innerdeutschen Ländergrenzen. Die SAPOS®-HEPS Transformationsparameter liefern als Ergebnis DHHN92 Höhen.

NTRIP:

Steht für Networked Transport of RTCM via Internet Protokoll. Verfahren zur Übermittlung von Korrekturdaten in Echtzeit (SAPOS®-HEPS) über eine mobile Internetverbindung per GSM (GPRS) oder UMTS. Mehr.. 

P- Code:

GPS Code, für militärische Anwendung. Für zivile Nutzer künstlich verfälscht. Beim russischen GLONASS existiert auch ein präziser Code der von Zivilisten nicht genutzt werden darf. Dieser Code wird manchmal, analog zum GPS, auch als P-Code bezeichnet.

PDOP:

„Position Dilution of Precision“ Gibt Auskunft über die Satellitenkonstellation, und ist ein Maß für die erreichbare Genauigkeit berechneter, dreidimensionaler Positionen. Die beste geometrische Situation ist gegeben, wenn der PDOP-Wert zum Minimum wird. mehr..

Phasenmehrdeutigkeit: siehe "Ambiguity"
Postprocessing:

Auswertung und Berechnung einer GNSS-Messung zu einem späteren Zeitpunkt (GPPS). Man erhält die Koordinaten nicht in Echtzeit, benötigt dafür aber auch keinen Mobilfunkempfang. Durch die längeren Standzeiten sind höhere Genauigkeiten als bei RTK erreichbar.

Receiver: Empfänger
Referenzellipsoid:

Ein Rotationsellipsoid, dessen Dimension und Lagerung so gewählt wird, dass es sich dem Geoid im Vermessungsgebiet optimal anpasst. Als glatte Fläche, auf der Berechnungen verhältnismäßig leicht durchgeführt werden können, ist das Referenzellipsoid die Bezugsfläche für die Lagekoordinaten im Vermessungswesen.

RINEX: Receiver Independent Exchange Format. ASCII Datenformat zum Datenaustausch im Postprocessing.
Rohdaten: Originäre GNSS-Daten, wie sie vom Empfänger entgegengenommen und aufgezeichnet werden.
RTCM:

Amerikanische Organisation “Radio Technical Commision for Maritime Service“. RTCM ist ein Formatierungsstandard für DGNSS–Daten. Neben DGNSS-Korrekturdaten können damit Transformationsparameter, Satellitenkonstellation, Ephemeridendaten... versand werden mehr..

Real Time Kinematic (RTK):

Lösung der Trägerphasenmehrdeutigkeiten in Echtzeit mit Hilfe von Referenzstationen wie z.B. bei SAPOS®-HEPS. Neben Codekorrekturen werden auch Phasenkorrekturen übermittelt, sodaß Genauigkeiten von 1-2cm möglich sind. Der sofortige Erhalt der Koordinaten macht z.B Absteckung nach Koordinaten möglich. Zum lösen der Trägerphasenmehrdeutigkeiten sind z.B. bei der Verwendung von GPS mindestens 5 Satelliten notwendig. Bei kombinierten GPS/GLONASS Empfängern ist die Mindestanzahl an Satelliten herstellerabhängig.

SAPOS®

Ist ein Gemeinschaftsprojekt der AdV und wird von den meisten Landesvermessungsämtern Deutschlands auf Grundlage der GPS- und GLONASS-Satellitensysteme angeboten. Aufgabe von SAPOS® ist, mit Hilfe permanent betriebener GNSS-Referenzstationen Korrekturwerte zu ermitteln, die die GNSS-Positionsgenauigkeit auf bis zu 1cm verbessern. Die Korrekturwerte bezieht der Nutzer in Echtzeit per UKW, GSM oder UMTS oder nachträglich per Download von diesem Webserver.

S/N: Signal zu Rauschverhältnis. Ist eine wichtige Größen zur Beurteilung der Übertragungsqualität eines Satellitensignals. Je höher der Wert desto besser.
Troposphäre: Siehe "Ionosphäre"
UMTS:

Das"Universal Mobile Telecommunications System" steht für den Mobilfunkstandard der dritten und neuesten Generation, mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten als mit dem GSM Standard möglich sind. Moderne Mobiltelefone nutzen UMTS um einen leistungsfähigen, mobilen Internetanschluß herzustellen. Im GNSS-Empfänger verbaut fungieren sie als Modem mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 384 kbps. Beim SAPOS®-Dienst HEPS mit der Option Ntrip, wird über UMTS oder GSM (GPRS) eine mobile Internetverbindung für die Kommunikation zwischen Rover und SAPOS®-Zentrale hergestellt, und so Korrekturdaten in Echtzeit übermittelt. Im Unterschied zum herkömmlichen GSM (CSD) erfolgt die Abrechnung nicht nach Zeit sondern nach Datenmenge. Die Netzabdeckung weist noch einzelne Lücken auf.

UTC:

Universal Time Coordinated“. Satellitenuhrzeit. UTC ist die mittlere Sonnenzeit bezogen auf den Meridian von Greenwich. Bei dem Umgang mit Satellitendaten ist die UTC-Zeit die maßgebende Einheit. Alle Zeitangaben, z.B. bei der Bestellung von RINEX-Daten, werden darauf bezogen. UTC-Zeit = Winterzeit - 1h (bzw. Sommerzeit - 2h )

UTM: Universale Transversale Merkator Projektion. mehr..

Virtuelle Referenzstation (VRS):

Vernetzte Korrekturdaten für Phasenmessungen für eine beliebige "virtuelle" Position. Wird von der SAPOS® -Zentrale bestimmt und entweder in realtime per GSM an den Rover übermittelt (HEPS) oder für nachträgliche Auswertungen berechnet (GPPS).
Vorteil: Die Korrekturen beziehen sich nicht auf eine feste, entfernte Referenzstation sondern auf eine sehr nahe, virtuelle Referenzstation die aus den umliegenden "echten" Stationen berechnet wurde. Und je näher die Referenzstation, desto genauer die Messergebnisse. VRS wird für GPS und GLONASS Angeboten. mehr..

WGS84:

World Geodetic System 1984. Das System auf dem alle GPS-Messungen und Resultate basieren. Es gibt aber keine absoluten, eindeutig reproduzierbaren WGS84 Koordinaten hoher Genauigkeit. Man bewegt sich meistens im Rahmen der reinen GPS-Systemgenauigkeit von Dezimetern oder wenigen Metern. Benutzt man eine eigene Referenzstation so werden die Koordinaten dieser Messkampagne in sich sehr genau sein (cm, mm), sie sind aber nicht mit anderen WGS84-Koordinaten vergleich-, kombinierbar! Die erzielten Werte sind vergleichbar mit Koordinaten in einem örtlichen System. Ein Grund ist, dass es keinen Bezug zur Erdoberfläche in Form von vermarkten, hochgenauen Festpunkten gibt. Wegen seiner mangelnden Genauigkeit ist das WGS84 für die üblichen Vermessungsarbeiten unbrauchbar. Aus diesem Grund hat man das ETRS89 Koordinatensystem geschaffen. Es ist nahezu identisch gelagert aber zusätzlich durch hochgenaue, vermarkte Punkte und die SAPOS®-Referenzstationen realisiert. Somit ist immer ein einheitliches, reproduzierbares Bezugssystem höchster Genauigkeit garantiert.  mehr..

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