Landesamt fŁr Geoinformation und Landentwicklung

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

 

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HEPS,GPPS,EPS,Allgemeines

 

 

Sie haben Fragen zur Nutzung eines unserer SAPOS¬ģ Dienste? Dann finden Sie hier allgemeine L√∂sungsans√§tze und Antworten auf h√§ufig wiederkehrende Fragen zu den Diensten.
Sollten Sie hier keine Antwort oder Lösung finden, erreichen Sie uns unter:

 


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Folgende Fragen werden hier beantwortet:

 

 

1. Thema: SAPOS¬ģ HEPS Dienst (RTK)


1.1 Wie melde ich mich f√ľr den HEPS-Dienst an?

1.2 Ich bin bereits registriert und benötige eine zusätzliche HEPS-Kennung. Wie erhalte ich diese?

1.3 Was ist zu tun, wenn meine Messungen immer wieder Ungenauigkeiten aufweisen?

1.4 Ist der HEPS-Dienst f√ľr das Kataster zugelassen?

1.5 Wie erfolgt die Einwahl bei SAPOS¬ģ Baden-W√ľrttemberg?

1.6 Welcher Mountpoint eignet sich f√ľr mich?

1.7 Was bekomme ich als Ergebnis einer HEPS-Messung?

1.8 Was ist f√ľr Messergebnisse im Landesh√∂hensystem (DHHN2016, Status 170) zu beachten?

1.9 Was ist besser, HEPS mit VRS, FKP oder MAC?

1.10 Welches Mobilfunknetz muss / kann ich verwenden?

1.11 Wo kann ich SAPOS¬ģ HEPS empfangen bzw. was ist, wenn ich keinen Empfang habe?

1.12 Was ist mit Messungen an Ländergrenzen und eventueller Extrapolation?

1.13 Was gibt es f√ľr M√∂glichkeiten, wenn ich in verschiedenen Bundesl√§ndern messen m√∂chte?

1.14 Welche Voraussetzungen sind notwendig, um SAPOS¬ģ HEPS nutzen zu k√∂nnen?

1.15 Welche Datenformate werden in Baden-W√ľrttemberg ausgesendet?

1.16 Welche Satellitennavigationssysteme werden unterst√ľtzt?

1.17 Wie viele Satelliten sind f√ľr die RTK Messung notwendig?

1.18 Wie lange m√ľssen die Standzeiten pro Messpunkt sein?

1.19 Wie lange dauert die Initialisierung vor Messbeginn?

1.20 Welche Vorteile bietet die SAPOS¬ģ-Vernetzung?

 

2. Thema: SAPOS¬ģ GPPS Dienst


2.1 Wie melde ich mich f√ľr den GPPS-Dienst an?

2.2 Wie bestelle ich die GPPS-Daten? 

2.3 Welche Satellitennavigationssysteme werden unterst√ľtzt?

2.4 Wie lange zur√ľckliegend kann ich GPPS-Daten abrufen?

2.5 Gibt es GPPS-Daten auch vernetzt?

2.6 Was kosten die GPPS-Daten?

2.7 Welche Ger√§te ben√∂tige ich zur Nutzung von SAPOS¬ģ GPPS?

2.8 Was ist der Berechnungsdienst GPPS-PrO?

 

3. Thema: SAPOS¬ģ EPS Dienst


3.1 Wo ist EPS zu empfangen?

3.2 Wie genau ist der EPS-Dienst?

3.3 Was benötige ich zur Nutzung von EPS?

3.4 Was kostet die Nutzung von EPS?

3.5 Wie komme ich an die EPS-Korrekturen?

 

4. Thema: Allgemeines


4.1 Wie kann ich mein Ger√§t f√ľr die Nutzung von SAPOS¬ģ konfigurieren?

4.2 Welche Lagegenauigkeiten sind bei Echtzeitvermessungen bzw. im Postprocessing zu erreichen?

4.3 Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit meiner GNSS-Messung?

4.4 Wie kann ich Genauigkeitsausreißer vermeiden?

4.5 Wie erhalte ich Gebrauchshöhen (DHHN2016)?

4.6 Wo finde ich Informationen zur Koordinaten- und Höhentransformation?

4.7 Welcher Transformationsansatz wird in Baden-W√ľrttemberg f√ľr ALKIS verwendet?

4.8 Wo erhalte ich Daten von Höhenfestpunkten oder Nivellementpunkten?

 

 


1. Thema: SAPOS¬ģ HEPS Dienst (RTK)

 

1.1 Wie melde ich mich f√ľr den HEPS-Dienst an?

Bitte f√ľllen Sie das Registrierungsformular aus und senden Sie es unterschrieben an uns zur√ľck. Die Registrierung finden Sie hier. Sie erhalten Ihre Zugangsdaten dann per E-Mail.

 

 

1.2 Ich bin bereits registriert und benötige eine zusätzliche HEPS-Kennung. Wie erhalte ich diese?


Bitte nutzen Sie dazu ebenfalls das Registrierungsformular. F√ľr jede weitere Zugangskennung fallen 150‚ā¨ Verwaltungsentgelt an. Telefonisch k√∂nnen wir Ihnen leider keine weitere Zugangskennung bereitstellen.¬†¬†

 

 

1.3 Was ist zu tun, wenn meine Messungen immer wieder Ungenauigkeiten aufweisen?


Informieren Sie sich mit Hilfe des RTK-Monitorings auf unserer Webseite, ob f√ľr Ihren Messzeitraum St√∂rungen aufgetreten sind. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie Ihre Ausr√ľstung auf einem unserer GNSS-Testfelder √ľberpr√ľfen. Es empfiehlt sich die Messausr√ľstung regelm√§√üig auf einem unserer GNSS-Testfelder zu √ľberpr√ľfen oder vom H√§ndler/Hersteller √ľberpr√ľfen zu lassen. Weitere Informationen zu den GNSS-Testfeldern erhalten Sie unter: 07154 9598-330
Sollte es sich um ein Konfigurationsproblem handeln, wenden Sie sich bitte an Ihren Händler/Hersteller.  


 

1.4 Ist der HEPS-Dienst f√ľr das Kataster zugelassen?

Ja, weitere Informationen finden Sie dazu auch unter anderem in der VwV-LV Nr. 50 und 51 (SAPOS-Verfahren) und den weiteren Vorschriften f√ľr das Kataster.

 

 

1.5 Wie erfolgt die Einwahl bei SAPOS¬ģ Baden-W√ľrttemberg?


Nutzen Sie zur Einwahl bitte die URL-Adresse www.sapos-bw-ntrip.de und den Port 2101. Sollte die Einwahl mittels URL bei Ihnen nicht möglich sein, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

 

 

1.6 Welcher Mountpoint eignet sich f√ľr mich?


Sie arbeiten ausschließlich mit ETRS89 - UTM, Ihr Empfänger kann mindestens RTCM 3.2 verarbeiten und empfängt neben GPS und GLONASS auch Galileo-Satellitensignale? Dann wählen Sie den Mountpoint:

F√ľr alle weiteren Nutzer empfehlen wir den Mountpoint (inkl. GK-Transformationsparameter):

Zus√§tzlich stellen wir weitere Mountpoints f√ľr spezielle Anforderungen zur Verf√ľgung:

 

 

1.7 Was bekomme ich als Ergebnis einer HEPS-Messung?


Sie erhalten Koordinaten im amtlichen Bezugssystem ETRS89 (UTM) und ellipsoidische Höhen. Unter guten Messbedingungen werden Genauigkeiten von ca. 1-2 cm in der Lage und ca. 2-3 cm in der Höhe erreicht.

Bei der Verwendung der SAPOS¬ģ-Transformationsmessage erhalten Sie Normalh√∂hen im DHHN2016 (Status 170) und Koordinaten im abgel√∂sten System DHDN (GK). Die Lagegenauigkeit liegt in diesem Fall deutlich unter 10cm und die H√∂hengenauigkeit bei unter 5 cm.
Die Genauigkeit h√§ngt von der Anzahl der Satelliten, der Satellitenkonstellation und den atmosph√§rischen Bedingungen ab. Die Transformation √ľber die SAPOS¬ģ-Daten nach DHDN (GK) wird nur noch zeitlich begrenzt angeboten.

 

 

1.8 Was ist f√ľr Messergebnisse im Landesh√∂hensystem (DHHN2016, Status 170) zu beachten?


√úber mobiles Internet, in Verbindung mit Ntrip, versenden wir Transformationsinformationen f√ľr die Transformation in das Landesh√∂hensystem DHHN2016, Status 170. Au√üerdem wird noch die Lagetransformation nach DHDN/GK unterst√ľtzt. Dies allerdings nur noch zeitlich begrenzt. Bitte beachten Sie dabei auch die geringere Genauigkeit (Lage ‚ȧ 10cm, H√∂he ‚ȧ 5cm).
Voraussetzung ist, dass die Messausr√ľstung dazu in der Lage ist, die Transformationsmessage richtig zu verarbeiten, und die entsprechenden Einstellungen am GNSS-Rover vorgenommen wurden.
Aufgrund der vielen unterschiedlichen GNSS Empf√§nger, externer Feldrechner und Softwarepakete ist es m√∂glich, dass nicht alle Kombinationen zum Erfolg f√ľhren. Informieren Sie sich dazu bitte bei Ihrem Fachh√§ndler. Wenn Sie die Transformationsmessage nicht nutzen, erhalten Sie amtliche ETRS89-Koordinaten und ellipsoidische H√∂hen.

 

 

1.9 Was ist besser, HEPS mit VRS, FKP oder MAC?


Bei diesen drei unterschiedlichen Vernetzungsrepräsentationen zur Bestimmung der Korrekturdaten gibt es kaum nennenswerte Unterschiede in der Performance. Die Differenzen in Genauigkeit und Fixingzeit liegen außerhalb der Messgenauigkeit und zeigen nur unter speziellen Bedingungen leicht unterschiedliche Ergebnisse.
Ist der Rover z.B. in ständiger Bewegung (Schiff, Auto) hat sich das FKP-Verfahren als vorteilhaft erwiesen. Wir haben die vergangenen Jahre beobachtet, dass die meisten unserer HEPS-Kunden die Korrekturdaten einer virtuellen Referenzstation (VRS) bevorzugen.

 

 

1.10 Welches Mobilfunknetz muss / kann ich verwenden?


Um die √úbertragungstechnik Ntrip nutzen zu k√∂nnen, ist der Abschluss eines Datenvertrages zur Nutzung von mobilem Internet bei einem Telekommunikationsanbieter erforderlich. Bei der Auswahl des Netzbetreibers sind Sie v√∂llig frei. Zu beachten sind lediglich die unterschiedlichen Netzverf√ľgbarkeiten in Ihrem Messgebiet. Diese k√∂nnen sie √ľber den Breitbandmonitor pr√ľfen. Zur Berechnung des ben√∂tigten Datenvolumens ist ein Verbrauch von etwa 5 MB pro Stunde bei ununterbrochener Einwahl anzunehmen.

 


1.11 Wo kann ich SAPOS¬ģ HEPS empfangen bzw. was ist, wenn ich keinen Empfang habe?


Der SAPOS¬ģ-Dienst deckt ganz Deutschland mit ca. 270 vernetzten Referenzstationen ab. Da nicht nur alle deutschen Bundesl√§nder sondern auch Nachbarl√§nder wie √Ėsterreich, Schweiz, Frankreich etc. in die Vernetzungen einbezogen sind, gibt es an L√§ndergrenzen keine Spannungen.
Das Gebiet von Baden-W√ľrttemberg wird von 17, gut verteilten Stationen abgedeckt. Die Erreichbarkeit der SAPOS¬ģ-Korrekturdaten ist jedoch von dem von Ihnen gew√§hlten Mobilfunknetzbetreiber abh√§ngig. So kann es sein, dass Sie je nach Netzdichte z.B. keinen Empfang im Schwarzwald haben. Somit erhalten Sie dort auch keine oder nur begrenzt SAPOS¬ģ-Korrekturdaten. Eine Alternative zur RTK-Messung bietet in solchen F√§llen die Aufzeichnung von GNSS-Rohdaten und sp√§tere Auswertung der Messungen mittels Postprocessing im B√ľro. Dazu bietet SAPOS¬ģ verschiedene Auswerteoptionen √ľber SAPOS¬ģ GPPS an.

 

 

1.12 Was ist mit Messungen an Ländergrenzen und eventueller Extrapolation?


Jedes Bundesland betreibt seine eigenen Referenzstationen. Somit gibt es f√ľr jedes Bundesland eine gesonderte Einwahlnummer f√ľr SAPOS¬ģ HEPS. Durch die l√§nder√ľbergreifende Vernetzung der Referenzstationen existiert jedoch an den L√§ndergrenzen ein Streifen von gut 30 km √úberlappung, so dass von beiden L√§ndern aus gemessen werden kann. Somit ist bei Messungen an den L√§ndergrenzen keine Verschlechterung der Messergebnisse zu erwarten.

 

 

1.13 Was gibt es f√ľr M√∂glichkeiten, wenn ich in verschiedenen Bundesl√§ndern messen m√∂chte?

Wer in verschiedenen Bundesl√§ndern messen m√∂chte, kann sich bei der Zentralen-Stelle SAPOS¬ģ registrieren. Die gibt die Registrierung an alle Bundesl√§nder weiter, sodass Sie f√ľr ganz Deutschland freigeschaltet werden. Sie erhalten dann monatlich eine Sammelrechnung von der Zentralen-Stelle SAPOS¬ģ. Zu den anfallenden Kosten informieren Sie sich bitte bei der Zentralen-Stelle SAPOS¬ģ

 

 

1.14 Welche Voraussetzungen sind notwendig, um SAPOS¬ģ HEPS nutzen zu k√∂nnen?

Man ben√∂tigt eine RTK-f√§hige Zweifrequenz-Messausr√ľstung (i.d.R. L1/L2) mit einem internen oder externen Mobilfunkger√§t welches eine Verbindung zum Internet herstellen kann. Dazu eine SIM-Karte eines beliebigen Netzbetreibers und die Registrierung bei SAPOS¬ģ.

 

 

1.15 Welche Datenformate werden in Baden-W√ľrttemberg ausgesendet?

Mobiles Internet, Ntrip:¬† RTCM 3.1 f√ľr VRS, MAC und FKP und RTCM 3.2 f√ľr VRS

 

 

1.16 Welche Satellitennavigationssysteme werden unterst√ľtzt?


Das europ√§ische Galileo (aktuell nur bei SAPOS¬ģ HEPS), das amerikanische GPS und das russische GLONASS. Um Galileo-Korrekturen nutzen zu k√∂nnen wird ein Galileo-tauglicher Empf√§nger, der das Korrekturdatenformat RTCM 3.2 verarbeiten kann, ben√∂tigt. F√ľr den Empfang von GPS- und GLONASS-Korrekturen muss der Empf√§nger mindestens RTCM 3.1 verarbeiten k√∂nnen.

 

 

1.17 Wie viele Satelliten sind f√ľr die RTK Messung notwendig?


Zur Initialisierung bei Phasenmessungen (HEPS) werden mindestens 5 Satelliten ben√∂tigt. Moderne Empf√§nger machen dabei keinen Unterschied, ob man z.B. 5 GPS oder 2 GPS + 3 GLONASS Satelliten verwendet. Die G√ľte und Geschwindigkeit der Initialisierung, und damit auch die Messgenauigkeit, h√§ngt stark von der Anzahl und Konstellation der Satelliten und atmosph√§rischen Einfl√ľssen ab. Ist eine Initialisierung erreicht, kann im Notfall auch mit 4 Satelliten weitergemessen werden.

 

 

1.18 Wie lange m√ľssen die Standzeiten pro Messpunkt sein?

Als Standzeiten sind meistens 10 Sekunden ausreichend. L√§ngere Standzeiten bringen keine besseren Ergebnisse. F√ľr eine Genauigkeitssteigerung/-kontrolle den Punkt mit einer neuen Initialisierung ein zweites Mal messen. Bei der Aufzeichnung von Rohdaten werden ca. 30 Minuten empfohlen, mindestens jedoch 10 Minuten empfohlen. Je l√§nger desto besser.

 

 

1.19 Wie lange dauert die Initialisierung vor Messbeginn?


Die Initialisierung (Fixing) und deren G√ľte haben einen gro√üen Einfluss auf die Genauigkeit der folgenden Messungen. Eine gute und schnelle Initialisierung erreicht man mit m√∂glichst vielen, gut verteilten Satelliten. Der Empf√§nger sollte die Initialisierung nach sp√§testens 90 Sekunden erreichen.
Ist dies nicht der Fall, sollten Sie den Einwahlversuch abbrechen und noch einmal neu starten. Bei einer Initialisierung, die erst nach 3 Minuten zustande kommt, muss unter Umständen mit schlechten Messergebnissen gerechnet werden!

 

 

1.20 Welche Vorteile bietet die SAPOS¬ģ-Vernetzung?


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2. Thema: SAPOS¬ģ GPPS Dienst

 

2.1 Wie melde ich mich f√ľr den GPPS-Dienst an?

Die Registrierung finden Sie hier.

 

 

2.2 Wie bestelle ich die GPPS-Daten?
Wenn Sie registrierter Kunde sind, k√∂nnen Sie sich die gew√ľnschten GPPS-Daten im RINEX-Format hier im internen Bereich √ľber den Punkt "GPPS-Shop" herunterladen oder sich direkt die Koordinaten mit dem Berechnungsdienst GPPS-PrO berechnen lassen.

 

 

2.3 Welche Satellitennavigationssysteme werden unterst√ľtzt?
Die GPPS-Daten in Baden-W√ľrttemberg enthalten aktuell GPS- und GLONASS-Daten. K√ľnftig sollen sie jedoch auch Galileo-Daten enthalten (RINEX 3.0).

 

 

2.4 Wie lange zur√ľckliegend kann ich GPPS-Daten abrufen?
GPPS-Daten im 1 Sekundentakt k√∂nnen ab 90 Minuten und bis zu 200 Tage nach der Messung abgerufen werden. Sowohl Daten einer physikalischen Station als auch Daten f√ľr eine beliebige virtuelle Referenzstation (VRS). Nach 200 Tagen werden die Daten auf 15 Sekunden ausged√ľnnt. Diese sind ab 2002 verf√ľgbar.

 

 

2.5 Gibt es GPPS-Daten auch vernetzt?
Ja, es ist sogar ratsam sich eine virtuelle Referenzstation (VRS) berechnen zu lassen, da diese bessere Ergebnisse verspricht als der Weg √ľber eine station√§re Referenzstation. Bei der Bestellung ben√∂tigt man gen√§herte geographische Koordinaten (B, L, h) oder geozentrisch-kartesische Koordinaten (X, Y, Z) die ungef√§hr der Mitte des Messgebiets entsprechen sollten. F√ľr diese wird dann die VRS berechnet.

 

 

2.6 Was kosten die GPPS-Daten?
Die Daten sind entgeltfrei. F√ľr die Zugangskennung ist ein einmaliges Verwaltungsentgelt von 150 ‚ā¨ zu entrichten.

 

 

2.7 Welche Ger√§te ben√∂tige ich zur Nutzung von SAPOS¬ģ GPPS?
Sie brauchen eine GNSS-Ausr√ľstung mit ausreichend Speicher f√ľr die GNSS-Rohdaten. Dazu einen PC und eine GNSS-Auswertesoftware. Alternativ zur eigenen Auswertesoftware k√∂nnen Sie auch den Online-Berechnungsdienst GPPS-PrO verwenden.

 

 

2.8 Was ist der Berechnungsdienst GPPS-PrO?

Den Berechnungsdienst finden Sie nach dem Login im GPPS-Shop. Diese Onlineanwendung nimmt Ihnen die selbst√§ndige Auswertung Ihrer GNSS-Messungen ab, die Sie ohne Referenzstationsdaten durchgef√ľhrt haben, da z.B. kein Mobilfunkempfang vorhanden war. Hierzu laden Sie Ihre Messdatei im RINEX-Format hoch und erhalten auf Knopfdruck eine ETRS89-Koordinate mit Qualit√§tsangaben. Bei Mehrfachmessungen auf einem Punkt erfolgt eine Mittelbildung mit statistischer Auswertung. Die Auswertung √ľber den Berechnungsdienst ist f√ľr Liegenschaftsvermessungen zugelassen.

 

 

3. Thema: SAPOS¬ģ EPS Dienst

 

3.1 Wo ist EPS zu empfangen?
Der EPS-Dienst ist in Deutschland √ľberall dort zu empfangen, wo GNSS und mobiles Internet √ľber Mobilfunk verf√ľgbar ist.

 

 

3.2 Wie genau ist der EPS-Dienst?

Zwischen 0,3 und 0,8 Meter in der Lage in ETRS89 (UTM). Die Positionsgenauigkeit nimmt mit der Entfernung zur verwendeten Referenzstation ab. Diese liegt in Baden-W√ľrttemberg, als virtuelle Referenzstation, bei Sindelfingen.

 

 

3.3 Was benötige ich zur Nutzung von EPS?

¬†Sie ben√∂tigen einen GNSS-Empf√§nger, der RTCM-Korrekturdaten verarbeiten kann. F√ľr Endger√§te ohne integrierten Ntrip-Client kann die kostenfreie Software "BKG Ntrip Client" des Bundesamts f√ľr Kartographie und Geod√§sie (BKG) auf einem mobilen PC verwendet werden. F√ľr den Empfang der EPS-Korrekturdaten √ľber mobiles Internet ist ein internes oder externes Modem (z.B. ein Smartphone) vonn√∂ten.

 

 

3.4 Was kostet die Nutzung von EPS?
Die Nutzung von EPS ist entgeltfrei. Es fallen somit nur Mobilfunkkosten an.

 

 

3.5 Wie komme ich an die EPS-Korrekturen?

Bitte verwenden Sie das Anmeldeformular unter dem Navigationspunkt "Registrierung". Das im Formular aufgef√ľhrte Verwaltungsentgelt wird f√ľr den EPS-Dienst nicht erhoben.

 

Die EPS Korrekturdaten f√ľr die GPS-und die GLONASS-Satelliten sind √ľber das (mobile) Internet abrufbar. Ihr Empf√§nger ben√∂tigt diese Korrekturen im Sekundentakt, sodass er w√§hrend der ganzen Messung mit dem Internet verbunden sein mu√ü.

 

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Thema: Allgemeines

 

4.1 Wie kann ich mein Ger√§t f√ľr die Nutzung von SAPOS¬ģ konfigurieren?

Da es inzwischen unzählige Gerätehersteller auf dem Markt gibt, lässt sich diese Frage von unserer Seite aus schwer beantworten. Bitte wenden Sie sich dazu an Ihren Vertriebshändler oder Gerätehersteller.

 

 

4.2 Welche Lagegenauigkeiten sind bei Echtzeitvermessungen bzw. im Postprocessing zu erreichen?
Echtzeit: EPS: 0,5-0,8m ; HEPS vernetzt: 1-2cm (Vertrauensbereich: 1-Sigma = 68,3%)
Postprocessing: GPPS: 1cm - mm


Die Angaben beziehen sich auf das Bezugssystem ETRS89 und sind √ľberdies abh√§ngig von der Anzahl der Satelliten, deren Konstellation, der Standzeit bei GPPS und atmosph√§rischen Einfl√ľssen.

 

 

4.3 Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit meiner GNSS-Messung?

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die GNSS-Messung, weshalb hier nur ein Auszug davon kurz dargestellt wird.

Mangelhafter Mobilfunkempfang kann zu Schwierigkeiten bei der RTK-Messung f√ľhren. Auch mit 20 Satelliten k√∂nnen keine hohen Genauigkeiten erreicht werden, wenn der Mobilfunkempfang gest√∂rt ist und somit keine SAPOS¬ģ-Daten empfangen werden. Achten Sie daher bei der Wahl Ihres Mobilfunkanbieters auf eine ausreichende Netzabdeckung in Ihrem Messgebiet oder nutzen Sie mehrere SIM-Karten verschiedener Anbieter. Zeichnen Sie evtl. Rohdaten auf, die Sie sp√§ter im B√ľro auswerten.

Das Grundprinzip der Positionierung mit Satelliten basiert auf der exakten Laufzeitbestimmung der ausgesandten Satellitensignale. Da das Signal aber kein Vakuum sondern die Ionos- und die darunter liegende Troposph√§re durchl√§uft entsteht ein sogenannter Refraktionseffekt, welcher zu einer Laufzeitverz√∂gerung f√ľhrt.
In der SAPOS¬ģ-Vernetzung erfolgt die Korrektion durch die Auswertung der simultanen Beobachtungen aller Stationen und die Berechnung von Korrekturmodellen. Damit k√∂nnen f√ľr Ihren Standort Werte f√ľr die Korrekturdaten bestimmt und verschickt werden.

Multipatheffekte, auch Mehrwegeffekte genannt, treten immer dann auf, wenn die Signale von den Satelliten nicht direkt auf die Antenne treffen, sondern erst √ľber Umwege dorthin gelangen. Dies kann z. B der Fall sein, wenn Reflexionen durch W√§nde, Autos, Wasserfl√§chen usw. auftreten. Folge sind verf√§lschte Signallaufzeiten, welche wiederum zu ungenauen Streckenmessungen f√ľhren.
Vermeiden Sie daher Messungen neben Haus-, Glas- oder Wasserflächen und Nutzen sie moderne Empfänger mit einer Choke Ring Antenne.

Abh√§ngig vom Messgebiet kann der Satellitenempfang stark variieren. Auf freiem Gel√§nde hat man immer ausreichend Satelliten zur Verf√ľgung und kann problemlos messen, auch wenn nur GPS genutzt wird.
Anders sieht es bei Abschattungen (durch Vegetation, Bebauung, etc.) aus. Wichtig sind dann eine gute Konstellation der vorhandenen Satelliten und die Vermeidung von Mehrwegeeffekten.
Man kann sich die Positionsbestimmung als einen r√§umlichen Bogenschlag mit mindestens vier Satelliten vorstellen. Ein schlechter Schnitt liefert somit ungenaue Ergebnisse. Deshalb: Je besser die Verteilung der Satelliten √ľber der Antenne, desto besser und eindeutiger l√§sst sich der eigene Standpunkt bestimmen.
Zur Beurteilung der Satellitenkonstellationen haben die GNSS-Empf√§nger Programme implementiert, die die G√ľte der r√§umlichen Geometrie in sogenannten DOP-Werten widerspiegeln. Meistens werden der GDOP-Wert oder der PDOP-Wert angegeben. Letzterer beschreibt die erreichbare Genauigkeit dreidimensionaler Positionen. Der GDOP-Wert ber√ľcksichtigt dabei noch den Uhrenoffset. In beiden F√§llen ist die beste geometrische Situation gegeben, wenn der DOP-Wert zum Minimum wird.
Nutzen Sie daher mehrere Satellitennavigationssysteme (GPS, Galileo, GLONASS, etc.) und setzen Sie Limits f√ľr die DOP-Werte in Ihrem Empf√§nger. Vermeiden Sie Abschattungen. Planen Sie gegebenenfalls ihre Messung mit Hilfe eines Online-Planungstools.

 

 

4.4 Wie kann ich Genauigkeitsausreißer vermeiden?

Bei dem Problem der Ausrei√üer handelt es sich nicht um ein spezifisches SAPOS¬ģ-Problem, sondern um ein allgemeines GNSS-Echtzeit-Problem. Daher finden Sie hier Tipps und Hinweise, wie Sie Ausrei√üer vermeiden k√∂nnen.


Sicherste Methode: Zwei (oder mehr) unabhängige Messungen zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Satellitenkonstellationen. Dazu sollte zwischen den Messungen neu initialisiert werden.


Minimal Methode: Den ersten Punkt mit zwei verschiedenen Initialisierung einmessen. Liegen die beiden Messungen im geforderten Genauigkeitsbereich, kann mit der zweiten Initialisierung weitergemessen werden. Geht die Initialisierung verloren, wieder mit zwei unabhängigen Initialisierungen beginnen.
Wir empfehlen dringend vor und evtl. w√§hrend der Messung Kontrollmessungen auf bekannten Punkten durchzuf√ľhren.


Versuchen Sie Ausreißern vorzubeugen:

 

4.5 Wie erhalte ich Gebrauchshöhen (DHHN2016)?

Informationen zum Höhenbezug in Deutschland erhalten Sie hier. Um von ellipsoidischen Höhen aus einer GNSS-Messung auf Gebrauchshöhen zu kommen, ist es notwendig die (Quasigeoid-)Undulation an der eigenen Position zu kennen und diese an die ellipsoidische Höhe anzubringen, um Gebrauchshöhen bzw. physikalische Höhen zu erhalten. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

Nutzung der kostenfreien Transformationsmessage, die SAPOS¬ģ-Baden-W√ľrttemberg mit den HEPS-Korrekturen √ľber das mobile Internet und Ntrip versendet. Damit erhalten Sie in Echtzeit Gebrauchsh√∂hen im Landessystem DHHN2016* (Status 170) mit einer Genauigkeit von unter 5cm.
Voraussetzung ist, dass die Messausr√ľstung dazu in der Lage ist, die Transformationsmessage richtig zu verarbeiten, und dass die notwendigen Einstellungen am GNSS-Rover vorgenommen wurden.
Aufgrund der vielen unterschiedlichen auf dem Markt befindlichen GNSS Empf√§nger, externer Feldrechner und Softwarepakete ist es m√∂glich, dass nicht alle Kombinationen unterst√ľtzt werden.

Nutzer des Echtzeitdienstes k√∂nnen das Quasigeoid der Bundesrepublik Deutschland GCG2016 als Produkt der AdV beim Bundesamt f√ľr Kartographie und Geod√§sie (BKG) beziehen und im GNSS-Rover implementieren. Die Undulationen werden dann direkt bei der Messung angebracht.

In flachen, kleinr√§umigen Regionen kann die Undulation als gleichm√§√üig betrachtet werden. Wenn man vor der eigentlichen Messung das Messgebiet umgebende Passpunkte, deren NHN-H√∂hen bekannt sind, mittels GNSS bestimmt, kann die H√∂henkorrektur √ľber eine Transformation mit Hilfe des eigenen GNSS-Empf√§ngers bestimmt werden.

Kostenlose Transformationsdienste

  1. Transformationsdienst des LGL zur Umformung zwischen verschiedenen Höhenbezugsrahmen
  2. Transformationsdienst des BKG zur Umformung von ellipsoidischen Höhen in physikalische/Gebrauchshöhen und Quasigeoidhöhen

 

 

4.6 Wo finde ich Informationen zur Koordinaten- und Höhentransformation?

 

 

4.7 Welcher Transformationsansatz wird in Baden-W√ľrttemberg f√ľr ALKIS verwendet?

 

 

4.8 Wo erhalte ich Daten von Höhenfestpunkten oder Nivellementpunkten?

Daten zu H√∂henfestpunkten (1./2. Ordnung) oder Nivellementpunkten (3. Ordnung), erhalten Sie √ľber den Geodatenshop des LGL. Hier k√∂nnen ALKIS-Daten und H√∂henfestpunkte online bestellt werden.
LGL-Bedienstete, Vermessungs√§mter der Landkreise bzw. st√§dtische Vermessungs√§mter und √ĖbVI erhalten diese Daten √ľber GeobasisIntern.

 

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